Wiederaufbau von Dörfern in der "rosa Zone"
Rückkehrerfamilie
 
 


1992 hat die Caritas Kroatien in Westslavonien begonnen zerstörte Häuser wieder aufzubauen. Mit Hilfe der Ortsverbände der Caritas im Bistum Essen konnte der Wiederaufbau von 15 Häusern in der Ortschaft Lipik finanziert werden. Die Landesregierung NRW stellte im September 1992 10 Mio. DM für die Hilfe für Bürgerkriegsflüchtlinge zur Verfügung. Mit dem Geld wurden über 150 Häuser in verlassenen Dörfern in der sogenannten "rosa Zone" in der Nähe der Frontlinie wieder aufgebaut. Die Rückkehrerfamilien haben ihre Häuser in Eigenleistung und Nachbarschaftshilfe selbst wieder errichtet. Die Zuteilung der Baumaterialien übernahm das eigens errichtete "Frontbüro". In den meisten Fällen wurde damit begonnen ein Zimmer oder relativ unbeschadete Kellerräume soweit herzurichten, dass die Familien dort eine provisorische Wohnung hatte. In Einzelfällen, wo die Rückkehrer nicht in der Lage waren ihre Häuser selbst wieder aufzubauen, half eine Caritas-Handwerker Kolonne. Bei dem Projekt ging der Landesregierung NRW darum, möglichst heimatnah zu helfen, und dadurch Plätze in Flüchtlingsunterkünften für andere Flüchtlinge frei zu machen. Bei der Umsetzung des Projektes fungierte die Caritas Essen als Träger des Projektes gegenüber dem Land NRW und der kroatischen Regierung. Die kroatische Caritas stellte den Kontakt zu einheimischen Firmen und Behörden her und leistete umfangreiche personelle und logistische Hilfen. Die Regierungspräsidenten in NRW stellten jeweils Leute aus ihren Katastrophenschutzdezernaten für die praktische Umsetzung des Programms vor Ort zur Verfügung.

Bauarbeiten in Lipik
BU: Die Caritas half mit Baumaterial
   
Fenster für den Wiederaufbau
Die Leute vom Katastrophenschutz NRW
im "Frontbüro
Lipik"
Der Eingang zum Frontbüro