Presse-Info 130 / 2002 - Essen, 16. August 2002

Offener Brief der AGE an die Fraktionsvorsitzenden des Landtages NRW - Haushaltskürzungen des Landes bedrohen Hilfsangebote für Kinder und Jugendliche im Bistum Essen

Essen (cde)
- Die AGE (Arbeitsgemeinschaft katholischer Dienste und Einrichtungen der Erziehungshilfen im Bistum Essen) wendet sich in einem offenen Brief vom 8. August 2002 an die Fraktionsvorsitzenden des Landtages NRW. Die Initiatoren, Rosemarie Engels, Vorsitzende und Peter Wenzel, Geschäftsführer der AGE kritisieren in Ihrem Schreiben den Entwurf des Landeshaushaltes 2003 für den Bereich Kinder-, Jugend-, Familien- und Altenhilfe.

Die geplanten Kürzungen von insgesamt 58 Millionen € Landesmittel für das Ministerium für Familie, Jugend, Frauen und Gesundheit bieten „erheblichen Anlass zur Kritik“. Verschärfend wirkten sich die beträchtlichen Mehrausgaben im Krankenhausbereich und der Forensik aus, die zu einer weiteren internen Kürzung des Ansatzes führten. Für die Kinder – und Jugendhilfe seien erhebliche Einschnitte zu befürchten. Betroffen von den Kürzungen wären etwa Maßnahmen, durch die jährlich ca. 4,3 Millionen Kinder und Jugendliche in Nordrhein-Westfalen gefördert werden, heißt es in dem Schreiben.

Der Vorstand der Arbeitgemeinschaft katholischer Einrichtungen und Dienste der Erzie-hungshilfen im Bistum Essen (AGE) vertritt den Zusammenschluss aller Einrichtungen und Dienste der Erziehungshilfen, der Jugendsozialarbeit, des Erzieherischen Kinder – und Jugendschutzes, der Förderung der Erziehung in der Familie und der anderen Auf-gaben der Jugendhilfe im Ruhrbistum.

„Insofern erreichen wir mit der Summe unserer Dienste 10tausende von Kindern und Jugendlichen im Ruhrgebiet und fühlen uns für die uns anvertrauten Kinder und Jugend-lichen verantwortlich.“ so die Initiatoren. „Mit unserem Schreiben möchten wir unseren Protest zum Ausdruck bringen und Anwaltschaft übernehmen für die, die sich nicht selbst Gehör verschaffen können.“

Allerdings, die AGE signalisiert Ihre Gesprächsbereitschaft und bittet um ein gemeinsa-mes Gespräch. Die Entscheidungen und deren Folgen für die Situation der Kinder- und Jugendhilfe in NRW müssten neu bedacht werden.