Presse-Info 185 / 2002 - Essen, 26. November 2002
Jugendliche packen an - Innovatives Sozial-Projekt am Graf-Engelbert-Gymnasium
Bochum (cde) - Die viel zitierte Pisa-Studie und die hitzige Debatte über "Erziehungsnotstand" und "Wertverfall" in unserer Gesellschaft zeichnen kein besonders schmeichelhaftes Bild deutscher Jugendlicher. Die Schülerinnen und Schüler des Graf Engelbert-Gymnasiums treten nun zum Gegenbeweis an: Mehr als 80 Gymnasiasten der Jahrgangsstufen 9 und 10 engagieren sich seit Beginn des Schuljahres für soziale Projekte in Bochum. In Zusammenarbeit mit dem Freiwilligen-Zentrum Bochum helfen die Jugendlichen in der Senioreneinrichtung oder im Behindertenheim. Und das in ihrer Freizeit, jede Woche, ein halbes Jahr lang.
"Wir sind von dieser Resonanz ziemlich überrascht worden", gesteht Thomas Quinting, Leiter des Freiwilligen-Zentrums Bochum. Nach der Präsentation des Projektes am Graf-Engelbert-Gymnasium meldeten sich über 50 Prozent der 9- und 10-Klässler bei den verantwortlichen Lehrerinnen, Margarete Ong-Brunell und Brigitta Nissing. Die Palette der Einsatzgebiete ist groß - von der Hausaufgabenhilfe über den Bochumer Tierpark bis hin zu der Betreuung von demenzkranken Senioren. Die Jugendlichen kennen keine Berührungsängste. "Ich kann hier ein interessantes Berufsfeld erkunden und jede Menge Neues ausprobieren", meint dazu Daniela M., 14 Jahre alt. Förderung von Verantwortungsbewusstsein, Durchhaltevermögen und sozialer Kompetenz sowie Persönlichkeitsbildung sind für das Freiwilligen-Zentrum Bochum, das unter anderem von der Stadt Bochum finanziert wird, wichtige Gründe für die Gestaltung dieses Austauschs zwischen Jugendlichen und sozialem Bereich.
Doch auch die beteiligten Bochumer Einrichtungen profitieren vom Einsatz der Schüler. Ohne die Hilfe von Ehrenamtlichen wäre so manches Angebot nicht aufrecht zu halten. Viele Häuser hoffen deshalb, dass sich dieses bislang einmalige Projekt fortsetzt und soziales Engagement auch für Jüngere interessant wird. "Nachwuchsförderung" ist hier das Stichwort. Ralf Slabik, Leiter des Bochumer Tierparks, sieht noch einen weiteren Vorteil in der Zusammenarbeit mit den Schülern: "Sie bringen frischen Wind und gute Ideen in unsere Einrichtung." So haben Ariane, Ann-Christin, Franziska und Esther bereits kräftig bei der Vorbereitung der diesjährigen Halloween-Party für Kinder im Tierpark mitgeholfen.
Am Ende des halbjährigen Projekts steht eine Zertifikatsvergabe. Das tatkräftige Zupacken der Schülerinnen und Schüler soll durch diesen offiziellen Akt eine angemessene Anerkennung finden.
Sicherlich übt sich dieses Dankeschön auch positiv auf die Motivation der anderen
Beteiligten aus, so dass auf die Weiterführung der Aktion gehofft werden kann
Rückfragen an:
Annette Schade, Beauftragte für Öffentlichkeitsarbeit, Tel.: 0234/3 33 86-13
Jugendliche packen an - Innovatives Sozial-Projekt am Graf-Engelbert-Gymnasium
Bochum (cde) - Die viel zitierte Pisa-Studie und die hitzige Debatte über "Erziehungsnotstand" und "Wertverfall" in unserer Gesellschaft zeichnen kein besonders schmeichelhaftes Bild deutscher Jugendlicher. Die Schülerinnen und Schüler des Graf Engelbert-Gymnasiums treten nun zum Gegenbeweis an: Mehr als 80 Gymnasiasten der Jahrgangsstufen 9 und 10 engagieren sich seit Beginn des Schuljahres für soziale Projekte in Bochum. In Zusammenarbeit mit dem Freiwilligen-Zentrum Bochum helfen die Jugendlichen in der Senioreneinrichtung oder im Behindertenheim. Und das in ihrer Freizeit, jede Woche, ein halbes Jahr lang.
"Wir sind von dieser Resonanz ziemlich überrascht worden", gesteht Thomas Quinting, Leiter des Freiwilligen-Zentrums Bochum. Nach der Präsentation des Projektes am Graf-Engelbert-Gymnasium meldeten sich über 50 Prozent der 9- und 10-Klässler bei den verantwortlichen Lehrerinnen, Margarete Ong-Brunell und Brigitta Nissing. Die Palette der Einsatzgebiete ist groß - von der Hausaufgabenhilfe über den Bochumer Tierpark bis hin zu der Betreuung von demenzkranken Senioren. Die Jugendlichen kennen keine Berührungsängste. "Ich kann hier ein interessantes Berufsfeld erkunden und jede Menge Neues ausprobieren", meint dazu Daniela M., 14 Jahre alt. Förderung von Verantwortungsbewusstsein, Durchhaltevermögen und sozialer Kompetenz sowie Persönlichkeitsbildung sind für das Freiwilligen-Zentrum Bochum, das unter anderem von der Stadt Bochum finanziert wird, wichtige Gründe für die Gestaltung dieses Austauschs zwischen Jugendlichen und sozialem Bereich.
Doch auch die beteiligten Bochumer Einrichtungen profitieren vom Einsatz der Schüler. Ohne die Hilfe von Ehrenamtlichen wäre so manches Angebot nicht aufrecht zu halten. Viele Häuser hoffen deshalb, dass sich dieses bislang einmalige Projekt fortsetzt und soziales Engagement auch für Jüngere interessant wird. "Nachwuchsförderung" ist hier das Stichwort. Ralf Slabik, Leiter des Bochumer Tierparks, sieht noch einen weiteren Vorteil in der Zusammenarbeit mit den Schülern: "Sie bringen frischen Wind und gute Ideen in unsere Einrichtung." So haben Ariane, Ann-Christin, Franziska und Esther bereits kräftig bei der Vorbereitung der diesjährigen Halloween-Party für Kinder im Tierpark mitgeholfen.
Am Ende des halbjährigen Projekts steht eine Zertifikatsvergabe. Das tatkräftige Zupacken der Schülerinnen und Schüler soll durch diesen offiziellen Akt eine angemessene Anerkennung finden.
Sicherlich übt sich dieses Dankeschön auch positiv auf die Motivation der anderen
Beteiligten aus, so dass auf die Weiterführung der Aktion gehofft werden kann
Rückfragen an:
Annette Schade, Beauftragte für Öffentlichkeitsarbeit, Tel.: 0234/3 33 86-13